Schröpfen

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Das Schröpfen ist eine Methode der Humoralmedizin. Die altertümliche humoral-pathologische Vorstellung, dass „Krankheitsstoffe“ aus dem Körper herausgeleitet werden, wurde durch die moderne Betrachtungsweise ersetzt, dass durch den gesetzten Reiz im Dermatom/Segment entsprechende Organe auf kutiviszeralem Weg beeinflusst werden. Bei unblutigem Schröpfen wird durch Unterdruck ein starker mechanischer Reiz ausgeübt, bei blutigem Schröpfen werden zusätzlich bis zu 100 ml Blut entzogen.

Dieses ausleitende Verfahren wird auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als ergänzende Therapiemaßnahme angewendet. Energetisch betrachtet wirkt das Schröpfen erwärmend, verbessert den freien Fluss von Qi (die Lebensenergie) und Xue (das Blut und die Körpersäfte) in den Leitbahnen (Meridianen). Durch das Schröpfen werden Kälte und Feuchtigkeit vom Körper ausgeleitet, Schwellungen und Schmerzen werden reduziert. Das blutige Schröpfen wird in der TCM mit sehr gutem Effekt bei einer akuten Stagnation von Qi und Stau von Xue angewendet.